Energieausweise

Über 3 Millionen m² Nutzfläche berechnet von unseren Ingenieuren!

Energieausweise - wozu?

Der "Energieausweis" gibt Werte zur Gesamtenergieeffizienz eines Gebäudes an: den spezifischen Heizwärmebedarf, den Primärenergiebedarf, die Kohlendioxidemission und den Gesamtenergieeffizienzfaktor. Die Skala reicht jeweils von Klasse A++ bis Klasse G.

Die Maßzahl kWh/m² im Jahr gibt nicht den tatsächlichen Verbrauch an, denn dieser ist immer vom Nutzer und dessen (Wohn-) Verhalten abhängig. Der Heizwärmebedarf hängt im wesentlichen von der Qualität und der Geometrie des Bauwerkes ab. Damit werden Gebäude vergleichbar: die Nutzer können abschätzen, welche Heizkosten auf sie zukommen werden.

Die Qualität des BLUESAVE Energieausweises

Unsere Ingenieure erheben die Planungsgrundlagen, verifizieren die Bauteile an Ort und Stelle und erstellen ein 3D-Modell des zu berechnenden Gebäudes. Die Energie- und Umweltkennzahlen werden anschließend über das bauphysikalische Berechnungsprogramm Archiphysik berechnet und Maßnahmen formuliert, die das Gebäude um mindestens eine Energie-Effizienz-Klasse verbessern würden

Der Energieausweis ist 10 Jahre lang gültig. Über den gesamten Gültigkeitszeitraum garantiert BLUESAVE, dass die Berechnungensdateien jederzeit elektronisch abgerufen werden können. Das erspart Kosten bei einer späteren Sanierunsplanung oder Förderungseinrichtung.

Für Hausverwaltungen erstellen wir spezielle Leistungspakete und Rahmenangebote. Im Zuge der Begehung können auch technische Zustansberichte erstellt werden. Gerne entwickeln wir für Sie maßgeschneiderte Sanierungskonzepte und reichen um Förderung bei Land und Bund ein. Im Gessamtpaket ist die Präsentation von geeigneten Maßnahmen im Zuge von Eigentümerversammlungen enthalten.

Der Text ist dem Folder des Fachverbandes der Immobilien- und Vermögenstreuhänder entnommen.

Was ist ein Energieausweis?

Der "Energieausweis" oder "Ausweis über die Gesamtenergieeffizienz" ist der den jeweils anwendbaren, der Umsetzung der Richtlinie 2010/31/EU über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden ("EU Gebäude-Richtlinie") dienenden bundes- oder landesrechtlichen Vorschriften entsprechende Ausweis, der die Gesamtenergieeffizienz eines Gebäudes angibt.

Auf Seite 1 des Energieausweises sind vier Faktoren, nämlich spezifischer Heizwärmebedarf, Primärenergiebedarf, Kohlendioxidemissionen und Gesamtenergieeffizienz-Faktor in einer nach Effizienzklassen gegliederten Skala anzugeben.

Die Skala reicht jeweils von Klasse A++ (bester Wert) bis Klasse G (schlechtester Wert). Auf Seite 2 sind detaillierte Ergebnisdaten festzuhalten, weiters sind der Aussteller des Energieausweises, der Tag der Ausstellung und das sich daraus ergebende Ende des Gültigkeitszeitraums (maximal 10 Jahre) auszuweisen.

Bei Neubauten muss ein Energieausweis erstellt werden, sofern dafür in den Bauordnungen keine speziellen Ausnahmen normiert sind. Im Verkaufs- und Vermietungs- bzw Verpachtungsfall muss auf für bestehende Gebäude ein Energieausweis ausgestellt werden, wie aus den folgenden Informationen deutlich wird. 

Informationspflicht in Inseraten

Seit 1. Dezember 2012 müssen in Immobilieninseraten in Druckwerken und elektronischen Medien der spezifische Heizwärmebedarf (HWB) und der Gesamtenergieeffizienz-Faktor (fGEE) des Gebäudes oder des Nutzungsobjekts angegeben werden. Von dieser Verpflichtung sind nicht nur Verkäufer und Vermieter/Verochter, sondern auch Immobilienmakler betroffen.

Der spezifische Heizwärmebedarf (HWB; angegebeni n kWh pro m² und Jahr) ist die standortbezogen errechnete Energiemenge, die einem Objekt pro Quadratmeter konditionierter Brutto-Grundfläche innerhalbt der Heizperiode zuzuführen ist, um die gewünschte Innentemperatur aufrechtzuerhalten. Klasse A++ entspricht einem HWB < 10, Klasse G einem HWB > 250. Der Gesamtenergieeffizienzfaktor (fGEE) ist die Relation des Endenergiebedarfes (zukünftig: Lieferenergiebedarf) zur Anforderung an den Endenergiebedarf des Jahres 2007 (= Referenzendenergiebedarf) bezogen auf das Standortklima. Klasse A++ entpsricht einem fGBB > 0,55, Klasse G einem fGEE > 4,00.

Vorlage- und Aushändigungspflicht

Der Energieausweis muss beim Verkauf und bei der Vermietung/Verpachtung von Gebäuden und Nutzungsobjekten (Wohnungen, Büros, Geschäftsräume, etc.) dem Käufer oder Mieter/Pächter rechtzeitig vor seiner Vertragserklärung vorgelegt und binnen 14 Tagen ab Vertragsabschluss ausgehändigt werden. Damit verfügen alle Kauf. und Miet-/Pachtobjekte in Gebäuden über vergleichbare Angaben über den energetischen Normverbrauch.

Und wenn kein Energieausweis vorgelegt wird?

Wird vom Verkäufer oder Vermieter/Verpächter kein Energieausweis vorgelegt, so gilt zumindest eine dem Alter und der Art des Gebäudes entsprechende Gesamtenergieeffizienz als vereinbart. Im Übrigen kann der Käufer oder Mieter/Pächter nach vergeblicher Aufforderung sein Recht auf Ausweisaushändigung gerichtlich geltend machen oder selbst auf Kosten des Verkäufers oder Vermieters/Verpächters einen Energieausweis einholen.

Gebäudebezogene Betrachtung, Referenzobjekte

Wird nur ein Nutzungsobjekt verkauft oder vermietet/verpachtet, so kann ein Ausweis entweder über die Gesamtenergieeffizienz dieses Nutzungsobjekts oder über die Gesamtenergieeffizienz eines vergleichbaren Nutzungsobjekts im selben Gebäude oder über die Gesamtenergieeffizienz des gesamten Gebäudes vorgelegt und ausgehändigt werden. Bei einem Einfamilienhaus genügt auch die Vorlage und Aushändigung eines Ausweises über die Gesamtenergieeffizienz eines vergleichbaren Gebäudes von ähnlicher Gestaltung, Größe und Energieeffizienz.

Ausnahmen

Für bestimmte Gebäude sind Ausnahmen von der Vorlage- und Aushändigungspflicht angeordnet, wie zB für Gebäude, die nur frostfrei gehalten werden, abbruchreife Gebäude (nur im Verkaufsfall, wobei der Käufer vertragsgemäß das Gebäude abbrechen wird) , provisorisch errichtete Gebäude mit einer geplanten Nutzungsdauer von höchstens zwei Jahren, bloß saisonal genutzte Wohngebäude und frei stehende Gebäude mit einer Gesamtnutzfläche von weniger als 50 Quadratmetern. Ausnahmen für denkmalgeschützte Gebäude oder Gebäude in Schutzzonen gibt es nicht mehr.

Fragen Sie Ihren Immobilientreuhänder!

Ihr Immobilientreuhänder ist ihr Fachmann, der Sie über alle Details des Energieausweises informiert und sie über die Vorlage- und Aushändigungspflicht berät.

Wohnungseigentum

der Verwalter ist im Wohnungseigentum verpflichtet, auf Gemeinschaftskosten einen gebäudebezogenen Energieausweis ausstellen zu lassen, der jedem Wohnungseigentümer auf dessen Verlangen zur Verfügung zu stellen ist. Die Wohnungseigentümer können aber vereinbaren oder beschließen, dass von diesem Erfordernis abgegangen wird. Ist demnach vom Verwalter kein Energieausweis einzuholen, hätte sich im Verkaufs- oder Vermietungs- bzw Verpachtungsfall der einzelne Wohnungseigentümer um die Ausstellung eines Energieausweises für sein Objekt zu kümmern.

Mietrecht

Die Kosten für die Erstellung eines Energieausweises hat der Vermieter zu tragen. Wenn der Vermieter die Kosten für die Erstellung eines Energieausweises unter den Ausgaben nach § 20 Abs. 1 Z 2 MRG (Hauptmietzinsabrechnung) verrechnet, hat er jedem Hauptmieter auf dessen verlangen Einsicht in den Energieausweis zu gewähren und ihm gegen Ersatz der Kopierkosten eine Ablichtung desselben zur Verfügung zu stellen.